Zu den Arbeiten

Die Grundstimmung der Arbeiten: bunt, fröhlich und unkonventionell.
Meist sind es Themen aus der Natur: Berge, Wälder, Blumen und Tiere.
Beatrix Weger arbeitet mit Ölpastellkreide auf farbigem Untergrund.
Besonders die Formensprache der Maya und die Buntheit mexikanischer Volkskunst
haben Spuren hinterlassen - hat ja die Künstlerin vier Jahre in Guatemala gelebt.

Tierbilder

In Ölpastellkreide lässt die Schöpferin des Alpenzooführers ihre einzigartige Parade der
heimischen Tierwelt aufmarschieren - vom Adler bis zum Steinbock. Die Beziehung zwischen
Tier und Mensch wird oft auf das Jäger-Beute-, bzw. Bauer-Nutzvieh-Verhältnis reduziert.
In den Bildern von Beatrix Weger erscheint das Tier als gleichwertiger Teil im Netzwerk der Natur.
Tiere sind Persönlichkeiten und liebevoll als solche dargestellt. Auch in den Tierdarstellungen
taucht die indianische Sichtweise auf: Das Tier als heiliger Teil der Schöpfung.

Blumen

Immer wieder sind es die Blumen der Tiroler Berge, die Beatrix Weger inspirieren - Bergblüten.
Das schlichte, unscheinbare und umso faszinierende Edelweiß wird in vielen Farbkompositionen
variiert - vom Edelblau zum Edelgelb. Das Mythos Edelweiß hat ja eine lange Geschichte.
Bei Beatrix Weger werden die Bergblüten plakativ herangezoomt und entfremdet.
Blumenbilder – kraftvoll und abseits überholter Klischees.

Landschaften

Seit dreißig Jahren lebt die Oberösterreicherin Beatrix Weger nun schon in Tirol.
An den Wochenenden geht es auf die Berge. Ihre Bilder zeigen keine abweisenden und grauen
Berge, sondern bunte, helle, einladende. Die Form- und Farbensprache nimmt ihnen die schwere
Wuchtigkeit. Vielleicht ist es diese ungewöhnliche Leichtigkeit der Bergwelten, die die Tirolwer-
bung veranlasste, sie mit der Gestaltung zweier Plakate zu beauftragen. So entstanden
„Gams und Co“ - die Tiere der Alpen und „Wildspitz und Co“ die wichtigsten Bergen Tirols.